Community & Kontakt
Werden Sie Teil der OpenTransfer-Community.
Open Science und der Transfer von Wissen funktionieren im Dialog. Außerdem ist jeder Transferprozess einzigartig.
Daher sind wir auf Ihre Rückmeldung angewiesen:
- Haben Sie Erfahrungen mit unseren Methoden gemacht?
- Wo haben Sie Stolpersteine gefunden?
- Was fehlt Ihnen für Ihre eigene Arbeit?
Wir verstehen OpenTransfer nicht als fertiges Produkt, sondern als Raum für kollaborative Weiterentwicklung. Wir laden Sie ein, nicht nur Nutzer:in zu sein, sondern aktiv mitzuarbeiten: Bringen Sie Themen ein, ergänzen Sie Informationen und verbessern Sie Leitfäden.
Wir freuen uns auf den Austausch.
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Das Team
Das Projekt OpenTransfer wurde durch drei Forschungseinrichtungen ins Leben gerufen:
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
IPHT Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.
HZDR Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
Alle drei Einrichtungen verbindet eine lange und erfolgreiche Geschichte des Transfers zahlreicher Forschungsergebnisse in die industrielle Anwendung, durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die Lizenzierung von geistigem Eigentum und die Gründung von Start-ups.
Ebenso erleben die drei Partner seit geraumer Zeit die immer größere Verbreitung von Open-Science-Ansätzen. Beginnend mit Open-Source-Software verändern sich Muster und Wege des Wissens- und Technologietransfers. Damit verbunden sind neue Chancen für den Transfer von Forschungsergebnissen, durch offene Verwertungswege mehr und zusätzlichen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft zu erzielen.
Unterstützt wurde OpenTransfer von der INNOcentric GmbH, einem erfahrenen Dienstleister für den Wissens- und Technologietransfer aus der öffentlichen Forschung.

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionen. Forschende aus aller Welt nutzen die Anlage für Experimente, um neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums zu gewinnen. Doch das GSI ist mehr als reine Grundlagenforschung: Die extremen Anforderungen an die Technologien des Beschleunigers und der Experimente führen zu Innovationen, die weit über das Labor hinausreichen.
Eine Technologie entfaltet ihren vollen Wert erst, wenn sie ihren Weg in die Anwendung findet. Deshalb wird der Zugang zu GSI-Expertise und Infrastruktur für die Wirtschaft geöffnet. Ob Auftragsforschung, die Herstellung spezialisierter Bauteile oder die Nutzung von Strahlzeit für industrielle Fragestellungen – gemeinsam mit Partnern werden praxisrelevante Lösungen entwickelt. Ein IP-Portfolio für Lizenzen und Ausgründungen ergänzt das Angebot, um aus wissenschaftlicher Neugier gesellschaftlichen Nutzen zu schaffen.
Das Digital Open Lab am Hochleistungsrechenzentrum »Green IT Cube« auf dem GSI-Campus ist eine Open Research Infrastructure für Kooperationen mit Forschung und Industrie. Es bietet Partnern den Zugang zu Ressourcen für energieeffizientes High-Performance-Computing, um gemeinsam skalierbare und nachhaltige IT-Lösungen zu gestalten. Parallel dazu werden am GSI zahlreiche Open-Source-Software- und Hardware-Projekte durchgeführt.
Aus dieser Position heraus hat die GSI OpenTransfer mit dem Ziel initiiert, den Transfer von Open-Source-Software und -Hardware, von offenen Daten und offener Infrastruktur in die Nutzung effizienter und effektiver zu gestalten. Mit den erarbeiteten Werkzeugen können Transfermitarbeiter:innen, Wissenschaftler:innen und Entwickler:innen ihre Vorhaben einfacher und wirksamer in kommerzielle und nichtkommerzielle Nutzungen einbringen und damit einen größeren Nutzen erreichen.
Das Team – Dr. Tobias Engert, Dr. Kathrin Göbel und Albrecht Haag – koordiniert bei GSI die Initiative OpenTransfer sowie Aktivitäten rund um Open Infrastructure, Open-Source-Software und -Hardware. Darüber hinaus berät es Wissenschaftler:innen zu Fragen des OpenTransfer und begleitet Open-Source- und Open-Data-Projekte von der Planung bis zur Umsetzung.

IPHT Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.
Im Mittelpunkt der Arbeiten am Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena steht das Licht. Forschende entwickeln photonische Verfahren und Instrumente, die von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung reichen. Dazu gehören optische Gesundheitstechnologien für die klinische Diagnostik, photonische Verfahren für die Pharmazie und Prozesskontrolle, Lösungen für die Lebensmittel- und Umweltsicherheit sowie KI-gestützte Methoden zur Analyse von Bild- und Spektraldaten. Ziel ist es, die Translation zu beschleunigen und Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen, gemäß dem Leitprinzip: Photonics for Life – From Ideas to Instruments.
Im Projekt OpenTransfer bringt das Leibniz-IPHT seine anwendungsnahe Forschungsperspektive in die Frage ein, wie Open-Source-Hardware an Foschungseinrichtungen rechtssicher, nachvollziehbar und wirtschaftlich verwertet werden kann. Dafür entwickelt das Institut Werkzeuge und Informationsmaterialien, die Forschende und Transferstellen dabei unterstützen, Hardwareprojekte als Open Source zu veröffentlichen und zugleich Fragen zu Schutzrechten, Exportkontrolle, Produkthaftung, Verwertung und Nachhaltigkeit mitzudenken.
Die beteiligten Personen verbinden wissenschaftliche, transferbezogene und rechtliche Perspektiven und übersetzen Erfahrungen aus konkreten Hardwareprojekten in praxistaugliche Orientierungshilfen.
Dr. Ivonne Bieber, Leiterin Wissenschaftliche Koordination und Patentbeauftragte, hat OpenTransfer mit entwickelt und aktiv inhaltlich gestaltet. Dr. Thomas-Michael Jahn hat vor allem Werkzeuge für den Bereich Open-Source-Hardware entwickelt.

HZDR Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und Materie. Mit seiner Forschung trägt das HZDR maßgeblich dazu bei, Krebs- erkrankungen besser zu visualisieren und zu behandeln, Ressourcen zu schonen und neue Materialien für die Informationstechnologie der Zukunft herzustellen. Durch ein aktives Innovationsmanagement bringt es Ideen und Erkenntnisse in die Anwendung. Das HZDR kooperiert mit Industriepartnern, lizenziert Technologien oder gründet Firmen. Auch bei der gemeinschaftlichen Nutzung von Forschungsanlagen, durch die Bereitstellung von Daten oder Beratungsleistungen gibt es Expertise weiter.
Klassische Transferpraktiken und Ansätze von Open Science gehen oft auseinander: Die einen konzentrieren sich auf den Schutz, die anderen auf Zugänglichkeit und Wiederverwendung. Dennoch verfolgen beide dasselbe Ziel: die Wirkung öffentlich finanzierter Forschung zu steigern.
OpenTransfer ermöglicht den Austausch von Forschungsergebnissen und Infrastruktur, während Wege zur Kommerzialisierung und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit offenbleiben. Es geht darum, Werkzeuge, Geschäftsmodelle und Leitlinien zu entwickeln, um Technologietransfer auch ohne IP-Schutz zu ermöglichen.
Das HZDR entwickelt und betreibt große Infrastrukturen, die auch von externen Messgästen genutzt werden: Ionenstrahlzentrum, Hochfeld-Magnetlabor Dresden und ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen. Es hat sechs Standorte und beschäftigt fast 1.500 Mitarbeiter:innen – davon etwa 700 Wissenschaftler:innen inklusive 200 Doktorand:innen.
Dr. Björn Wolf als Abteilungsleiter Tech-nologietransfer und Innovation hat OpenTransfer mit initiiert und inhaltlich geprägt. Dr. Vladimir Voroshnin, Innovationsmanager Open Hardware, Software und Data, unterstützt als Projektmanager die Wissenschaftler:innen bei allen Fragen rund um OpenTransfer. Er fördert zudem Start-ups, die auf offen lizenzierten Produkten beruhen.

INNOcentric GmbH
Die INNOcentric GmbH ist spezialisiert auf das Management von Innovationen und den Transfer von Wissen und Technologien aus der Wissenschaft in die industrielle Anwendung.
Im Projekt OpenTransfer war das Unternehmen mitverantwortlich für die Erarbeitung von Leitfäden zu Open-Source-Hardware, Geschäftsmodellen, Open Research Infrastructure, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Open Data.
Diesen Beiträgen liegen langjährige Erfahrung im Wissens- und Technologietransfer sowie im Innovationsmanagement zugrunde: von der Validierung potenzialträchtiger Technologien aus der öffentlichen Forschung über die Entwicklung von Transferstrategien bis zu Lizenzvertrag oder Ausgründung – verbunden mit der Konzeption von Strukturen und Ökosystemen, die den Output an wirtschaftlich relevanten Innovationen erhöhen.
An der Schnittstelle von Open Science und Transfer entwickelt die INNOcentric GmbH tragfähige Brücken zwischen offenen Forschungsergebnissen und industrieller Verwertung – mit fundiertem Verständnis für das Zusammenspiel von Offenheit, Schutzrechten und wirtschaftlichem Nutzen. Vertiefte Kenntnis der Strukturen an Forschungseinrichtungen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene sowie ein belastbares Netzwerk in der Förderlandschaft ergänzen das Profil.
Peter Häfner ist Gründer und Geschäftsführer der INNOcentric GmbH. Seit über 20 Jahren ist er an der Schnittstelle von Hightech-Forschung und Märkten tätig. Er spezialisierte sich auf das Management von Innovationen und den Transfer von Technologien aus der Wissenschaft in die industrielle Anwendung. Im Projekt OpenTransfer wurden gemeinsam Werkzeuge und Prozesse entwickelt, um die Bedingungen und den Erfolg dieses Transfers zu verbessern.